Google hat seine “Drohung” war gemacht und den neuen Suchalgorhithmus “Panda” jetzt auch für die DE-Domains eingeführt. Ziel der ganzen Übung ist es die Suchergebnisse zu verbessern, qualitative Inhalte zu bevorzugen, Schrottseiten zu “bannen” und generell die Spreu vom Weizen zu trennen. Na, wir werden sehen…
Die Einführung des neuen Suchalgorhitmus mag prima für den ein oder anderen arbeitslosen SEO-Spezialisten sein, gibt es jetzt doch wieder massig zu tun, für einige Webseiten und deren Mitarbeiter wird es wahrscheinlich der wirtschaftliche Super-Gau, brechen Ihnen durch die Einführung des Suchalgorhithmus eine gehörige Portion Besucher weg, die bisher im Wesentlichen über die Google-Suchergebnisse bei Ihnen gelandet sind.
Die Sistrix GmbH hat mit ihrem Sichtbarkeitsindex die Veränderungen beobachtet und in deren Blog veröffentlicht. Einige Firmen sind hier wirklich nicht zu beneiden.
Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, das es sich bei folgenden Beispielberechnungen lediglich um eine “Milchmädchenrechnung” handelt, mit der ich die Auswirkungen einer “vermeintlichen Kleinigkeit” (Suchalgorhithmus ändern) auf ein Unternehmen das bisher recht gut im Google-Suchindex gelistet war verdeutlichen will. Die echten Zahlen kenne ich nicht. Ich greife lediglich auf frei verfügbares Zahlenmaterial, das im Internet zu Verfügung steht, zurück. Warum ich das mache? Ich war vor einiger Zeit ebenfalls von einer “Google’ischen” Umstellung betroffen und so etwas kann einen schon kalt erwischen…
Nehmen wir heute zum Beispiel die gutefrage.net GmbH, zu deren Seiten unter anderem gutefrage.net (-46% Sichtbarkeit), helpster.de (stolze -59% Sichtbarkeit) und einige Verticals, sowie cosmiq.de (-52% Sichtbarkeit) gehören. Letztere ist zwar offiziell als eigenständiges Unternehmen gelistet, wird aber bei identischen Geschäftsführern und gleicher Adresse ebenfalls im gemeinsamen Seitennetzwerk vermarktet.
(…) mit 14,69 Mio. Unique Usern belegt gutefrage.net Platz 4 des AGOF-Angebotsranking (AGOF internet facts 2011-04) (…)
Das war im April 2011. Ich nehme an, das gutefrage.net die 14,69 Mio. Unique User, also eindeutige Besucher, über das komplette Netzwerk ausweist, also inkl. helpster.de, etc. (entschuldigt bitte, wenn ich mich irre!). Des Weiteren weisst der Vermarkter Tomorrow Focus Media in den Mediadaten der gutefrage.net 48.762.278 Visits (IVW 06/2011) und 96.125.579 Page Impressions (IVW 06/2011), also Seitenaufrufe aus. Das entspricht in etwa 1.97 besuchten Seiten pro Besucher.
Jetzt nehmen wir einen Schnitt von “minus 52,3% Sichtbarkeit” im neuen Google-Seitenindex an. Sollte sich dieser Rückgang 1:1 auf die Unique User Zahlen niederschlagen, was aufgrund des geringen Seiten/Nutzungsverhältnis anzunehmen ist, dann bleiben ab sofort mit dem neuen Suchalgorhithmus noch 7.682.870 Unique User über. Damit rutscht gutefrage.net von AGOF Platz 4 auf AGOF Platz 17. Bumm, die Erste!
Aber es kommt noch dicker. Die 7,68 Millionen User machen mit 1,97 besuchten Seiten/Nutzer pro Visit dann bestenfalls noch 50,2 Millionen Page Impressions. Bumm, die Zweite!
Jetzt betrachten wir uns mal die monetäre Seite. Was wird eine professionell, vermarktete Webseite heutzutage für einen eTKP im Marketingmix erreichen? Das ist jetzt höchstwahrscheinlich eine Glaubensfrage, und wir wissen ja alle das die TKP in Mediadaten nicht immer dem eTKP entsprechen müssen.
Ich mache mit meinem kleinen Testblog (http://wuerfelblog.de) im Augenblick über alle Kanäle 0,35 € eTKP (eTKP = durchschnittlicher 1000er Kontaktpreis, 1000 Anzeigeneinblemdungen = Preis). Ich denke das ist recht realistisch, auch wenn die Seite nicht professionell vermarktet wird.
Nehmen wir an der eTKP wird bei gutefrage.net um einiges höher sein, aber für unsere Beispielberechnung ist das nicht weiter wichtig. Wir rechnen der Einfachheit-halber mit einem runden 1,00 EURO eTKP.
Vorher klingelten …
96.1 Mio. Page Impressions / 1000 * 1,00 € eTKP = 96.100 €
… in den Kassen.
Nach der Umstellung des Suchalgorhithmus landen nur noch …
50,2 Mio. Page Impressions / 1000 * 1,00 € eTKP = 50.200 €
… im Portemonnaie.
Das sind stolze 45.900 EURO weniger im Monat. Autsch! Bumm, die Dritte!
Wenn das mal bei den Verantwortlichen nicht für Kopfzerbrechen, auch wenn die Zahlen jetzt mehr oder weniger “fiktiv” sind, führen sollte. Bei einigen rein werbefinanzierten Projekten wird Google’s Panda eine gehörige Kerbe bei den Einnahmen hinterlassen.
Andere wiederum wird es freuen. Nicht zuletzt Google, deren Youtube sich infolge des Updates ein wenig verbesserte. Mal schauen was die Tage noch so ans Licht kommt… oder verschwindet. Wie auch immer. Krass ist in jedem Fall wie Google – mal so eben von heute auf Morgen – jeglicher Webseite/Unternehmung das Geschäftsmodell entziehen, bzw. es in Frage stellen kann, sofern es seinen Traffic im Wesentlichen über Suchmaschinen bezieht.
Nach dem Upgrade auf MAC OS X 10.7 Lion hatte ich Probleme auf meine Truecrypt Container zuzugreifen. Leider funktioniert Truecrypt nicht auf Anhieb und man bekommt die Fehlermeldung /Library/Filesystems/fusefs/Support/fusefs.kext failed to load.
Um auf seine Truecrypt Container zugreifen zu können müssen folgende Schritte nacheinander durchgeführt werden:
Es gibt Sachen die passieren einfach. Heute hat der Technikteufel beim ZDF zugeschlagen und den Öffentlich Rechtlichen Sender zwischen Von 17.06 Uhr bis 17.46 Uhr vom Äther genommen. Dunkel. Aus.
(…) Vermutlich ein Stromausfall in der Sendebetriebstechnik des ZDF in Mainz hatte am frühen Montagabend einen Bildschirm-Blackout in Teilen des Landes zur Folge. (…) Davon betroffen waren auch die Partnerkanäle 3sat und der Kinderkanal sowie die Digitalkanäle ZDFinfo, ZDFkultur und ZDFneo (…)
Die genauen Gründe sind bis dato nicht bekannt. Die Website zdf.de ist seit dem Beginn der techn. Störung nicht erreichbar und aktuell (20:22 Uhr) immer noch offline. Via Twitter @zdfonline informiert die PR Abteilung des Senders über den Stand der Dinge und nimmt es wohl mit Humor. Was soll man auch sonst machen…
Ich sehe den Ausfall aus mehreren Perspektiven. Als Gebührenzahler und Vater sehe ich die Sache relativ entspannt. Das Programm wurde rechtzeitig wieder ausgestrahlt, so dass meine kleine Tochter nicht auf ihre tägliche Dosis Sandmännchen im Kika verzichten musste. Rituale sind ja bekanntlich wichtig und so sind heute Abend wahrscheinlich eine Menge Eltern froh gewesen keine Tränen trocknen zu müssen.
Betrachte ich das Geschehene aus der Perspektive eines Onliner / Webworker und Beschäftigter eines Online-Unternehmerns, denke ich: “Schon interessant. Trotz vieler Gebühren-Milliarden kochen die auch nur mit Wasser.” Wie sehen die Worst-Case Szenarien und Prozesse für solche Fälle beim ZDF aus und was ist wohl schiefgegangen?
Ich persönlich bin sehr gespannt auf eine “finale” Erklärung der heutigen, teils noch andauernden technischen Störung beim ZDF. Ein simpler Stromausfall war es wohl eher nicht. Ich kann mir kaum vorstellen das in Mainz keine Notstrom-Generatoren stehen, die im Falle einer Netzstörung die Versorgung des Sendebetriebs sicherstellen…
[Update, 05-07-2001 13:58]
Grund war nach ZDF-Angaben damals ein Stromausfall mit einem nachfolgenden starken Spannungsabfall in Teilen des Mainzer Stromnetzes, der nicht durch die Notversorgungseinrichtungen habe aufgefangen werden können. In der Folge waren damals die zentralen Computersysteme zusammengebrochen und mussten nacheinander wieder hochgefahren werden. (Quelle: dwdl.de)
Hört sich für mich nach einem vorgeschobenen Grund, bzw. nach einer unterdimensionierten Notstromversorgung an. Eine Notversorgungseinrichtung hat doch gerade das Ziel starke Spannungsabfälle oder -ausfälle des regulären Netzes auf kritische Komponenten abzufedern, bzw. einen kontrolliertes Herunterfahren des Systems zu gewährleisten, oder bin ich auf dem Holzweg?
Es gibt so einige spassige Apps da draußen im iStore zu entdecken. Eine möchte ich Euch heute kurz vorstellen: voicemod. Mit dieser iPhone-App könnt Ihr Eure Stimme verzerren und lustige Soundclips erstellen, die Ihr dann über Twitter, Facebook oder per E-Mail mit anderen online auf 2taptap.com teilen könnt. Alternativ kann man die Soundclip als .m4a-Files downloaden, um Sie später in iTunes zu importieren und z.B. in Garageband zu bearbeiten.
Es stehen eine ganze Reihe von Stimmen-Modulatoren innerhalb der App zur Verfügung, so dass sowohl für die Star Wars Fans (Dark Father) als auch für die Gelegenheitsentführer (Ogre) und Satanisten (Exorcist) das passende dabei sein sollte.
Zur Auswahl stehen:
Cosmos
Dark Father (Vader!)
Megaphone
Robote
DJ Trip
Exorcist
Story (hinter der sich verschieden Modulatoren befinden)
Walkie-Talkie
Idiotizer
Zudem gibt es noch eine Reihe von Hintergrundsounds, die dem ganzen noch etwas Athmosphäre verleihen. Wirklich klasse gemacht. Das Interface ist stylisch und super intuitiv. Kein Gramm zuviel, keins zu wenig. Die Funktionen sind nach einem kurzen In-App Tutorial schnell erklärt und dann kann es auch schon losgehen.
Für die Aufzeichnung der Soundclips ist Euer iPhone-Headset zwingend erforderlich. Es empfiehlt sich dabei jegliche Geräuschquellen zu eliminieren, d.h qualitative Aufnahmen sind eigentlich nur im stillen Kämmerlein möglich.
Voicemod wurde von mir in Version 1.1.2 (iOS 4.x) getestet, wiegt schlappe 14.4 MB und kostet 0,79 €. Die App ist meiner bescheidenen Meinung nach jeden Cent wert.
Hier ein kleines Beispiel, bei dem ich vier Soundclips voicemoderstellt, heruntergeladen (via Mail Link gesendet und auf 2taptap gezogen ), die Files in iTunes (10.3.x) importiert und dann in Garageband zusammengefügt habe. Am Schluss als mp3 exportiert… Voilà!