pendler protokoll #45: gestrandet in limburg (2)

Heute, Sonntag, kam es bei der Bahn mal wieder zu einer “technischen Betriebsstörung” auf der ICE Strecke zwischen Frankfurt und Köln. Irgendwo bei Siegburg/Bonn hat es wohl etwas durcheinander gewirbelt. Genaueres haben wir nicht erfahren.

Als ich am ICE Bahnhof Limburg Süd eingetroffen bin, standen zwei ICE’s Richtung Köln/Dortmund an den Gleisen. Da die Weiterfahrt sich auf mehr als 40 Minuten verzögern sollte, hatte man die Türen geöffnet, damit sich die Passagiere die Beine vertreten oder eine Zigarette rauchen konnten.

Die Situation war ziemlich unübersichtlich. Keinerlei Ansagen. Keine Bahnbediensteten. Auf mobil.bahn.de stand die Information von ca. 60 Minuten Verspätung für alle aktuellen Züge auf der Strecke. Der Schalter in Limburg ist Sonntags nicht besetzt und schied als Anlaufstelle für die Passagiere ebenfalls aus.

Was dann passierte ist wohl der Albtraum jedes Reisenden. Auf einmal schließt der ICE seine Türen… keine Ansage… nichts… und fährt ab. Auf dem Bahngleis ungläubige Gesichter der Passagiere, denen gesagt wurde das der Zug erst einmal einen Aufenthalt von min. 40 Minuten hat und deren ICE gerade vor Ihrer Nase weg fährt… mitsamt Ihrem Gepäck und deren persönlichen Sachen. Nicht nett… liebe Bahn! Schwache Aktion.

Wie die Sache ausgegangen ist? Keine Ahnung. Mein ICE kam kurz darauf und ich bin mit ca. 25 Minuten Verspätung Richtung München abgefahren. Es standen auf alle Fälle noch zwei alte Damen verzweifelt auf dem Bahnsteig, die nicht so recht weiter wussten. Für die und die Leute, die in Limburg gestrandet sind, hoffe ich das Beste. Ich glaube jeder auf dem Bahnsteig hat die Geschichte mitbekommen und wird das Fehlverhalten im Zweifelsfall bestätigen…

alles atheisten!!!!!!!!

Es gibt E-Mails, da grübelt man ein paar Sekunden darüber, ob der Versender im Zuge geistiger Umnachtung auf den “Senden”-Button gekommen ist, Alkohol im Spiel war oder derjenige nicht einfach nur irgendwann gewaltig auf die Murmel gefallen ist.

Da kam heute folgende E-Mail über den Support-Verteiler rein:

Betreff: Ostern

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider habe ich KEINE Ostern Wünsche bei Ihnen gefunden!!!!!!!! Richtig - Ostern das sind nicht Eier und Hasen, Ostern das ist ein Fest der Auferstehung Christi. Sind Sie ALLE Atheisten? Oder haben Sie schon aus Deutschland so ein Land gemacht!

Mit freundlichen Grüßen
(Vorname, Nachname und Ort entfernt)

Jaaaa, alles Atheisten!!!!!!!!² Genau. Hmm… was soll uns die E-Mail sagen? Das wir zuwenig Osterhasen und Eier auf der Startseite unserer Firmenpräsenz haben? Nicht jedem ein “AdScale wünscht Ihnen Frohe Ostern” in den Browser “layern”?! Vielleicht sollten wir Jesus im Flashfilmchen auferstehen lassen? Nichts ist unmöglich. Könnte man machen, aber passt bei eben nicht bei jeder Website wirklich ins Bild. Mal im Ernst: Erwartet Ihr ein “Frohe Ostern” an jeder Ecke und auf jeder Website?! Manchmal…

² = mit 8 Ausrufezeichen um der Message viel Aufmerksamkeit zu gönnen!

kurios: heute mal wieder eine onlineauktion

… wie verzweifelt muss man sein? Vielleicht irre ich mich auch und es ist DIE Innovation die den Werbemarkt aufmischen wird.

Check it out: Ihre Werbung auf meiner Glatze

warum heute soviele ehen geschieden werden…

Man sagt ja, das heute mehr Ehen geschieden werden als früher, wobei die Zahlen des Statistischen Bundesamt Deutschland in Wiesbaden da eine leicht zurückgehende Tendenz aufweisen.

Die Anzahl der Scheidungen geht seit Jahren leicht zurück. 2004 wurden insgesamt 213.691 Ehen geschieden. 2007 waren es 187.072. 11,46 von 1000 bestehenden Ehen wurden im Jahr 2004 geschieden, 2007 waren es 10,27 pro 1000 Ehen.

(Quelle: Statistik der Ehescheidungen, Statistisches Bundesamt)

Trotzdem sind die Zahlen “gefühlt” immer noch richtig hoch. Mir schwirren auch dauernd noch die Sätze am Tisch mit meinen Großeltern in den Ohren, als der aktuelle Dorfklatsch durch den Fleischwolf gedreht wurde… “… hast Du schon gehört? X hat sich von Y scheiden lassen! Die Jungen Leute heute… sowas hat es früher nicht gegeben… Blah!…“.

Ja, es mag wohl heute einfacher und gesellschaftlich anerkannter sein als früher das “in guten wie in schlechten Zeiten” und “das bis der Tod Euch scheidet” vorzeitig zu beenden, doch der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail… das würde jetzt auch den Umfang des Artikels sprengen.

Um jetzt Spekulationen bei denen die mich persönlich kennen vorzubeugen: NEIN! Ich lasse mich nicht scheiden! Alles grün! ;)

Warum ich auf das Thema komme? Ich habe heute per E-Mail als PDF Anhang “Das Handbuch für die gute Ehefrau (aus Hauskeeping Monthly, 13. Mai 1955)” erhalten und der Inhalt gehört einfach mal wieder veröffentlicht. Für den ein oder anderen mag es ja ein alter Hut sein, aber auf Google selbst gibt es dazu nur verhältnismässig wenig zu finden - ganze 2.760 Einträge.

Das ganze liest sich wie ein Artikel über Sci-Fi oder eine Story aus einem Fantasy-Groschenroman. ;)

Männer seid jetzt stark…

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brutal! schonungslos! erschütternd!

Was ich heute gefunden habe lässt sich einfach nur mit den Begriffen Brutal, Schonungslos und Erschütternd umschreiben.

… aber seht selbst…

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