jetzt wollen sie die Welt bekehren…
“Liebe Österreicher passt fein acht, sonst werdet Ihr bald dicht gemacht!”, so oder ähnlich könnte man den Antrag der Kommission für Jugendmedienschutz, kurz KJM, begreifen. Jetzt spielen wir uns schon zum Sittenwächter unserer Nachbarn hoch und rücken den bösen, bösen Shop-Betreibern aus Österreich wegen des Vertriebs von in Deutschland indizierten Spielen auf den Leib. Was soll das? Anstatt im heimischen Handel für die konsequente Durchsetzung der Jugendschutzgesetze zu sorgen, wird wieder ziemlich populistisch auf unseren österreichischen Nachbarn herumgehackt.
Ich bestelle “ungeschnittene” und nicht durch die Zensur verstümmelte Spiele auch im Original im Ausland. Je nach Angebot aus Hongkong, England, Amerika, Frankreich, Finnland und Österreich, aber auch in anderen Nationen habe ich bereits bestellt. Wollt Ihr jetzt alle Länder, bzw. deren Videospiel-Händler auf die Zensurliste von “Zensursula” setzen? Jugendschutz ist sinnvoll. Ja… aber zum 100.000 Mal : Verbote bewirken nix! Medienkompetenz der Eltern, in den Schulen und generell bei der Bevölkerung fördern… das muss das Ziel sein. Es geht wieder auf die Wahlen zu, oder? Ich kann mir gut vorstellen das die Sache noch von einem “low-Brainer” unserer parlamentarischen Vertreter aufgegriffen wird.
… würde aber doch eh vor dem Europäischen Gerichtshof landen, oder? Gameware.at und Co. würden ja in der freien Ausführung Ihrer Geschäfte behindert und das in Europa. Das darf laut EU nicht sein,… wenn ich den Gedanken der freien europäischen Binnenwirtschaft richtig verstanden habe.
Was kommt als nächstes?
Demnächst auch in Holland die Coffee-Shops schließen, weil betäubende Rauchware in Deutschland nicht erlaubt ist? Den Amerikanern das Online-Zocken verbieten, weil gewinnorientierte Glücksspiele im deutschen Breitbandnetz nicht erlaubt sind? Es bleibt spannend mit welch kuriosen Forderungen wir vor der Wahl noch beglückt werden.
Link zum Artikel auf Spon: Jugendschützer wollen Webshops indizieren



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20. Juni 2009 um 15:44 |
Das ist alles ein Witz, was hier mittlerweile abläuft. Ich habe den Artikel auf gamefront.de auch gelesen, die seit Jahren auch Werbung für gameware machen.
Das ist nunoch ein einziger Witz. Man braucht sich kaum noch wundern, dass alles den Bach runter geht und die Menschen auf die Strasse gehen. Es sind nämlich nicht die bestehenden Werte, die sowas auslösen, sondern Dinge die einem vor die Türe gelegt werden und mit denen man dann leben muss. Oftmals ein Kompromis inklusive, natürlich!
21. Juni 2009 um 21:30 |
Das die keine anderen Sorgen haben …