warum heute soviele ehen geschieden werden…
Man sagt ja, das heute mehr Ehen geschieden werden als früher, wobei die Zahlen des Statistischen Bundesamt Deutschland in Wiesbaden da eine leicht zurückgehende Tendenz aufweisen.
Die Anzahl der Scheidungen geht seit Jahren leicht zurück. 2004 wurden insgesamt 213.691 Ehen geschieden. 2007 waren es 187.072. 11,46 von 1000 bestehenden Ehen wurden im Jahr 2004 geschieden, 2007 waren es 10,27 pro 1000 Ehen.
(Quelle: Statistik der Ehescheidungen, Statistisches Bundesamt)
Trotzdem sind die Zahlen “gefühlt” immer noch richtig hoch. Mir schwirren auch dauernd noch die Sätze am Tisch mit meinen Großeltern in den Ohren, als der aktuelle Dorfklatsch durch den Fleischwolf gedreht wurde… “… hast Du schon gehört? X hat sich von Y scheiden lassen! Die Jungen Leute heute… sowas hat es früher nicht gegeben… Blah!…“.
Ja, es mag wohl heute einfacher und gesellschaftlich anerkannter sein als früher das “in guten wie in schlechten Zeiten” und “das bis der Tod Euch scheidet” vorzeitig zu beenden, doch der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail… das würde jetzt auch den Umfang des Artikels sprengen.
Um jetzt Spekulationen bei denen die mich persönlich kennen vorzubeugen: NEIN! Ich lasse mich nicht scheiden! Alles grün!
Warum ich auf das Thema komme? Ich habe heute per E-Mail als PDF Anhang “Das Handbuch für die gute Ehefrau (aus Hauskeeping Monthly, 13. Mai 1955)” erhalten und der Inhalt gehört einfach mal wieder veröffentlicht. Für den ein oder anderen mag es ja ein alter Hut sein, aber auf Google selbst gibt es dazu nur verhältnismässig wenig zu finden - ganze 2.760 Einträge.
Das ganze liest sich wie ein Artikel über Sci-Fi oder eine Story aus einem Fantasy-Groschenroman.
Männer seid jetzt stark…
Das Handbuch für die gute Ehefrau (Auszüge)
Verwöhne IHN!
- Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.
Das traute Heim
- Während der kälteren Monate sollten Sie für ihn ein Kaminfeuer zum Entspannen vorbereiten. Ihr Mann wird fühlen, dass er in seinem Zuhause eine Insel der Ruhe und Ordnung hat, was auch Sie beflügeln wird. Letztendlich wird es Sie unglaublich zufrieden stellen, für sein Wohlergehen zu sorgen.
- Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.
Opfere dich auf - ER ist der Chef!
- Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.
- Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.
- Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen. Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für ihn bereit.
Hört sich irgendwie unglaublich an, vor allem weil es ein ernstgemeinter Leitfaden für Hausfrauen anno 1955 war… heutzutage wirst Du von den Mädels bei lebendigem Leibe geteert und gefedert, wenn Du mit solchen Vorstellungen um die Ecke kommst…
Die ganze Liste findet ihr hier, hier oder hier (PDF). Männer. Viel Spass beim Träumen… und denkt daran, wenn Euch die harte Realität wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.
Man könnte angesichts der Liste meinen, man wüßte warum heute soviele Ehen geschieden werden… oder es wären noch mehr?!
Danke an Jörg für den Tipp via E-Mail!



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24. Februar 2009 um 09:31 |
Jaja, ich kenne solche Sprüche auch. Am besten finde ich auch immer: “Damals sind wir solche Strecken immer zufuß oder mit dem Fahrrad gefahren.” (Wenn es darum geht, dass man mal weg will) Mein Antwort darauf lautet oft: “Ja, damals ist auch nicht heute.” oder “Als würdet Ihr heute nicht das Auto nehmen.”
Zum Thema Scheidung heute / damals:
#Heute: Naja, die Zeit schlägt eben schneller. Viele lassen sich scheiden weil der Partner nicht versteht dass der andere so viel arbeitet (Panik für der tollen Krise) oder dass einfach vieles einfacher und schneller geht als damals
#Damals: Es ist wie das saufen bei Teenies und der Sex ab 12 Jahren. Saufen ok, war damals bestimmt nicht so heavy wie heute, aber die Gesetze sind auch nicht so streng wie damals. (Denke ich mal) Und was den Verkauf von Alkohol an Minderjährige angeht, alle wollen Kohle machen. So auch die Tante im Tante Emmer Laden.
Scheidung damals… sehe ich genau wie der Sex vor der Ehe… damals haben halt alle Ihren Mund gehalten. Damals war sowas Tabu!
Ich habs letztens meiner Freundin noch gesagt als wir TV geschaut haben. Da meinte ich nur zu einem sehr freizügigen TV Sport: “Vor 20 Jahren hätte die Alte bestimmt nicht nackt da gestanden. Damals wurde sowas von niemandem akzeptiert, bzw. tolleriert…
So sehe ich das. Ist halt eine Welt voller Tolleranzen, Freizügigkeit und echt komischen Gesetzen geworden.
24. Februar 2009 um 09:35 |
Achja… gestern Abend kam bei Extra - Das Magazin bei RTL ein Bericht wegen dem 13 Jährigen aus England. In England gibt es im Jahr tausende, die mit 15 Schwanger sind… ist auch so eine Sache. Die Medien zeigen ja wie es geht! Und die Kinder sind auch so dämlich und machen alles nach.
Auch so ein Beispiel dazu: Damals gab es die ersten Jackass Folgen auf MTV. Mittlerweile sollte Youtube nurnoch JACKASSTUBE heißen, weil es dort Unmengen solcher Spinner gibt.
Und VIDEOSPIELE sind es einfach nicht schuld - das sollte man nämlich mal wieder erwähnen. Ich habe auch jeden erdenklichen EGO-Shooter gezockt und ich habe niemandem ein Messer sonst wohin gerammt.
24. Februar 2009 um 19:51 |
Naja, nun das ist ja immer so eine Sache mit dem “Früher”.
Aber man darf auch nicht vergessen, dass eine Frau “Früher” im Falle einer Scheidung nicht nur den gesellschaftlichen Ruin, sondern auch den Finanziellen zu befürchten hatte. Unterhaltspflicht und all sowas gab es nicht, arbeiten durfte sie nicht, was blieb ihr da übrig eine gute Ehefrau zu sein?
Die Absicherung war einfach nicht so wie heute. Eine Scheidung bedeute mehr, als den Verlust des Hauses oder einer Wohnung. Angenommen die Zeiten wären heute noch so glaube ich, dass die Paare auch mal mit einander reden würden, anstatt dies irgendwann über die Anwälte zu tun.
Aber da hat wohl jeder seine eigenen Ansichten.
26. Februar 2009 um 00:17 |
Hi. Da scheine ich ja - eher aus Versehen - ein durchaus ernstes Thema angeschnitten zu haben, dass den oder die andere beschäftigt. Eigentlich war diese unglaubliche “Hausfrauen” Liste der Aufhänger des Artikels.
Um auf Eure Kommentare zurückzukommen… die Ehe ist schon lange keine Institution mehr. Werte verfallen und wir hören uns schon genau so an wie unsere Großeltern. Ist halt alles noch etwas schnelllebiger geworden.
Was das Thema Frauen damals und heute angeht… ich denke schon, das sich in den letzten Jahrzehnten für die Frauen eine ganze Menge zum Besseren gewendet hat, auch wenn es immer noch hier und da einige himmelschreiende Ungerechtigkeiten gibt. Das ist wohl aber auch nur noch eine Frage derzeit bis Mann und Frau auf Augenhöhe sind… die Zeit wird’s weisen.
7. März 2009 um 20:22 |
Hie und genau das Hört sich irgendwie unglaublich an, vor allem weil es ein ernstgemeinter Leitfaden für Hausfrauen anno 1955 war… heutzutage wirst Du von den Mädels bei lebendigem Leibe geteert und gefedert, wenn Du mit solchen Vorstellungen um die Ecke kommst
ist es auch warum es immer mehr Scheidungen gibt, Egoismus pur, nur das das die Frauen hier nicht sehen wollen