… tage wie dieser…
… machen keinen Spass. Schlecht geschlafen, zerknäult aus dem Bett, es regnet, es ist kalt, mieser “Guten-Morgen” Kaffee, miese Stimmung und schlechte Nachrichten aus allen Ecken. Danke Beck’s für den angenehmen Abend…
feinstaubfilter demnächst auch für holzkohlegrill
Es wird immer Seltsamer. Klima schützen ist ja momentan ziemlich “in”, aber mitunter treibt das komische Blüten. Jetzt fordern unsere Politiker eine Rußfilter-Pflicht für den Kamin… *kopfschüttel*
“Ein Rußfilter für jede Holzheizung - dazu will das Bundesumweltministerium die Hausbesitzer verpflichten.”
Lübecker Nachrichten (lokales vom 25.11.2007 11:30)
Ah, jetz ja… die Schlagworte “Feinstaub” und “Klima” werden wieder ins Gefecht geworfen. Für mich riecht das ganze nach einem “Schildbürgerstreich”, bzw. Vetternwirtschaft.
Ein Feinstaubproblem gibt es - korrigiert mich bitte - vorwiegend in größeren Städten (Berlin, München, etc.). Auf dem Land ist die Feinstaubbelastung derzeit eher gering, bzw. non-existent. Ich stelle die These auf, das im Wesentlichen in ländlichen Gegenden mit Holz geheizt wird, also den Gegenden in denen Feinstaub und Lärmpegel meist die unteren Ränge der pösen, pösen Gesundheitsrisiken belegen.
Kaum einen “Städter” den ich kenne, der a) einen Kamin oder b) einen Heizofen hat, mit dem er seine Wohnung heizt. Es gibt höchstens einen, in meinem persönlichen Dunstkreis, der alle Schaltjahre mal seinen offenen Kamin anzündet und dann auch nur um eine Eroberung auf dem Bärenfell zu bezirzen.
Mal abgesehen davon, das Holz mindestens zwei Jahre im Freien lagern muss um einen optimalen Heizwert zu erreichen, kenne ich auch keinen Stadtmenschen der 12-18 Festmeter Holz in einem Zimmer seiner Stadtwohnung bei offenem Fenster lagert. Also sind trifft es größtenteils uns Landeier…
Die Herren Politiker sollten lieber eine Broschüre herausbringen, wie man richtig mit Holz heizt, bevor sie jedem einen “Filter” für 1.200 EUR auf die Augen drücken…
Bei solchen Methoden beginne ich mich nämlich zu fragen: “Hat einer der Herren aus dem Bundesumweltministerium Aktien bei einem Filterhersteller? Produziert etwa ein naher Verwandter diese Filter?”. Das ist mal wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen und die auch noch verfehlt.
Hier, liebe Politiker, einige kostenlose Tips, die Ihr in die Broschüre “Richtig Heizen mit Holz” mit aufnehmen könnt:
Was muß man beim Heizen mit Holz besonders beachten?
Rauch ist immer ein schlechtes Zeichen. Das Verheizen von Holz und eine unvollständige Verbrennung durch Einschränken der Luftzufuhr sind mitunter die häufigsten Ursachen für das Auftreten von umweltschädlichem Rauch, bzw. Ruß. Also - Lüftungsklappen nie ganz zu! Es sei denn ihr habt nur noch den Glutkopf im Brenner.
Warum soll man nicht mit feuchtem Holz heizen?
1. Je feuchter das Holz, desto niedriger sein Heizwert; denn das Wasser im Holz erst verdampfen, wozu jede Menge Energie nötig ist; und für wohlige Wärme bleibt dann nicht mehr viel übrig.
2. Durch entstehenden Wasserdampf wird die Verbrennungstemperatur herabgesetzt, erst dann bildet sich Ruß, der sich im Feuerraum und auf den Kaminofen-Scheiben als hartnäckiger, schwarzer Belag anlegt.
3. Die Emissionen nehmen zu, weil Schadstoffe unverbrannt durch den Schornstein ziehen.
Was darf in einem Kaminofen auf keinen Fall verbrannt werden?
Gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz, Spanplatten, Papier, Papierbriketts, Verpackungsmaterial und kein Müll! Kein Dreck = Kein schädlicher Rauch!
Außerdem… beim Vermodern und Verfaulen setzt Holz genauso viel CO2 frei wie bei der Umwandlung in Nutzwärme, und durch den näherungsweise geschlossen CO2 Kreislauf wird das Klima nur wenig beeinflusst. Das heisst das im Holz bei der Verbrennung freiwerdende CO2 wird im nachwachsenden Holz wieder gebunden. Bevor hier die kleinen Leute wieder zur Kasse gebeten werden, bitte erst die großen Dreckschleudern der Industrie modernisieren. Danke!
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