der “killerspiel-experte” in bestform…

Kriminologe Dr. Pfeiffer

Eben beim RTL Nachtjournal äußerte sich der Kriminologe “Experte” Dr. Pfeiffer zu den Versäumnissen der amerikanischen Behörden bezüglich des Amoklaufes an der Uni Virginia Tech in Blacksburg / Virginia, USA.

Mein erster Gedanke… der muss auch überall seinen Senf dazu geben! Wie kann der sich ein Urteil erlauben… ohne das die Ermittler in den USA alle Zusammenhänge umfassend geklärt haben? Medienschla*pe!

“Killerspiele”, Amokläufe, etc. überall ist der “Experte” medial vertreten, und immer redet er gequirlte Sch… ade, schade. Diesmal denunzierte er seine amerikanischen Kollegen, die die Situation etwas unterschätzten. Ich möchte mal behaupten, ohne alle Fakten zu kennen, das hätte überall so oder in ähnlicher Form passieren können. Wenn in Berlin in einem Stadtviertel jemand auf unnatürliche Weise das zeitliche segnet, dann riegelt man doch auch nicht gleich einen ganzen Stadtteil ab und sperrt die Einwohner in ihren Wohnungen ein, aus Angst, derjenige könnte jetzt Amok laufen, oder?

… bezeichnete ihn als Eigenbrötler, der allein beim Essen in der Mensa saß und alle Versuche abblockte, eine Freundschaft aufzubauen. Mit einer Freundin oder Kumpels wollen sie ihn nie gesehen haben…
Quelle: SPon

Parallelen zu Emsdetten? Erfurt?

… wenn er im Wohnheim war, habe er meist am Computer gesessen und Musik heruntergeladen, sagte Aust der “New York Times”. Rock, Country, Pop, nichts Auffälliges. Den PC hätten die Fahnder nun mitgenommen. “Oft, wenn ich in unser Zimmer kam, saß er einfach nur da, an seinem Schreibtisch, und starrte ins Leere.”…
Quelle: SPon

Teilweise. Wollen wir hoffen, das die Untersuchung des PCs des Täters keine neue Munition für die festgefahrene Killerspiel-Debatte liefert.

Ansonsten alles wie gehabt: der Täter Cho Seung-Hui war wieder ein stark sozial abgekanzelter “junger Erwachsener”. Wieder ist das soziale Umfeld der wahrscheinlichere Auslöser für die bisher größte Bluttat an einer Schule / Uni. Keiner hatte Kontakt mit ihm, oder hat sich großartig um ihn gekümmert. Wieder mal kam er (laut RTL Nachjournal) aus einer stinknormalen, gut bürgerlichen Familie.

Diesmal aber scheinen “Killerspiele” in keinem Zusammenhang mit der Tat zu stehen, sondern eher eine gescheiterte Beziehung. Jedenfalls ist von Shootern bisher nicht die Rede. Nun, wenn Cho kein “Killerspiel-Spieler” war… wie steht es jetzt mit den causalen Zusammenhängen zwischen Amokläufer und 3D-Shootern, bzw. sogenannten “Killerspielen”, Herr Pfeiffer? Also für mich geht die Gleichung… Killerspieler - potentieller Amokläufer… bis heute nicht auf. Der Fall Virginia Tech scheint dies auf traurige Weise zu belegen. Mein Beileid an die Familien der Opfer.

Kommentare

6 Kommentare zu “der “killerspiel-experte” in bestform…”

  1. 1
    Indy meint:

    Hab auch schon gesagt: Hoffen wir mal, daß er nicht was aufm Rechner hatte, was den “gemeinen Gamer” wieder an die Wand stellt….

    Sehr schön auch die Reportage im Frühstücksfernsehen:
    - der Amokläufer hatte “Psychische Probleme” - ach nein! Hätte gedacht, der Jung ist zufrieden und glücklich!
    - bei einer Vorstellrunde weigerte er sich, sich selber vorzustellen und als alle ihren Namen auf einen Zettel schreiben sollten, damit man sich kennt, hat er nur ein Fragezeichen hingemalt.

    Mmmmhhh….jetzt stellen wir uns mal ganz dumm…..könnte es sich hier um eine ge(Oder ver-)störte Persönlichkeit handeln????

    Auf MTV kam ne nette Reportage über Games und da hat einer was nettes gesagt: “jedes neue Medium wurde verteufelt!” und ich glaube, dass auch Gutenberg damals damit zu kämpfen hatte, dass man seine Druckwerke als unchristlich darstellte…

    Naja, wahrscheinlich drehen wir uns alle in ein zwei Jahren noch im Kreis: die Gamer wollen weiter spielen und diejenigen, die es zu bestimmen aber sehr wenig Ahnung von der Materie haben, wollen es kriminalisieren und verbieten.
    Nachdem ich gestern meine neuerstandene Version von Fußball-Manager 2007 installiert hatte und die ersten Transfers einfädelte, hab ich noch gedacht: nicht, daß noch einer kommt und erzählt, dass sowas den Menschenhandel verherrlicht ;-)

    GAmeON!

  2. 2
    Fronti meint:

    Lass die mal auf dem PC Minesweeper finde…dann ist er gleich ein Bombenleger und es wird klar warum die ganze Sch… passiert ist.

    @Indy mit Fussballmanager wirst Du bestimmt bald zum gewaltbereiten Hooligan. Also vorsicht mit solchen Spielen.

  3. 3
    vogelsnest meint:

    [...] Also zum Thema: Wie Urks schon befürchtet hat, kommt nach dem Amoklauf an der Technischen Universität in Blacksburg, wie nach eigentlich jedem Amoklauf an Schulen, die große Killerspiel-Debatte wieder auf den Tisch. [...]

  4. 4
    urks.de // reloaded » ooooooooch nöööööööööööööööööööööö… meint:

    [...] Ich habe es geahnt. Jetzt geht das wieder los… [...]

  5. 5
    urks.de // reloaded » killerspiele: ähhh… herr kriminologe… ich weiss nicht ob sie es schon wussten… meint:

    [...] Noch mal zum mitschreiben: es wurde KEIN(!!!) Zusammenhang zwischen sogenannten Killerspielen und der Bluttat von Cho Seung Hui festgestellt. Six sheets of green computer paper… übel übel… Items from 2nd door: Kodak digital camera, Citibank statement… dessen Inhalt vielleicht auch ein Auslöser gewesen sein “könnte”. Jetzt husch… geht andere ärgern. Das DSDS Volk zum Beispiel… [...]

  6. 6
    urks.de // reloaded » killerspiele: bundestag ist gegen ein verbot meint:

    [...] der “killerspiel-experte” in bestform… [...]

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