gesehen: déjà vu (kino)
Ich habe mich heute von Kollegen breit schlagen lassen und wurde ins CineStar Kino am Alexanderplatz geschleppt. Seit es Heimkino-Anlagen gibt verzichte ich liebend gern auf diese “Kinotempel”, mit Ihren schwitzenden, tuschelnden, Snacktüten raschelnden, laut lachenden, pubertierenden und Klingelton ausprobierenden Pisa-Opfern. Es sei denn der Film interessiert mich wirklich und ich kann es mich bis zur Veröffentlichung der DVD nicht zurückhalten.
Heute war es relativ “angenehm”, wobei es auf der heimischen Couch doch am Bequemsten ist. Die teils starren Sitze, auf denen einem nach 60 Minuten der Hintern einschläft und man die Füsse nicht hochlegen kann, sind einfach nicht mein Ding. Ok. Kommen wir zum Film: Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit, von Tony Scott und Jerry Bruckheimer.
Story:
Bei einem verheerenden Attentat auf eine Passsagierschiff sterben in New Orleans - datiert etwa kurz nach Hurrikan Kathrina - Hunderte Fahrgäste durch eine Bombe. ATF Agent Doug Carlin (Denzel Washington) untersucht den Terroranschlag und bekommt im Laufe der Ermittlungen Unterstützung von einer neuen FBI Sondereinheit und ein paar jungen Wissenschaftlern.
Auf Kino.de steht “Actionintensiver Zeitreise-Thriller” - dieser Aussage kann und will ich mich nicht anschließen. Zeitweise geht es schon richtig schön zur Sache, aber manchmal hat man das Gefühl es fehlt noch ein Quäntchen Action. Ich hatte nach dem Film ebenfalls ein Déjá Vu und zwar fühlte ich mich an “Saving Private Ryan” (Der Soldat James Ryan - von Stephen Spielberg) erinnert: Brachialer Anfang - langatmiger Mittelteil - packendes Finale. Denzel Washington gefällt in der Rolle des Doug Carlin und der alte Val Kilmer (nur Nebenrolle) spielt auch mit. So… alles andere wäre Spoilern.
Fazit:
Popcorn Kino mit intelligenter Story in Hochglanz verpackt. Zeitweise etwas zäh, aber mit bombastischen Effekten. Kann man(n) sich anschauen, aber kein “Muss”.
… und die fette Screenwand hätte ich auch gerne im heimischen Computerzimmer… ihr werdet wissen was ich gemeint habe, wenn ihr Euch den Film anschaut. *hehe*

Was ich allerdings heute nicht verstanden habe, bzw. nicht verstehe: Um sogenannte Killerspiele wird ein riesen Radau gemacht, die USK ist permanent in der Kritik, aber im Kino können 12jährige Kinder(?) sehen wie hunderte Menschen in die Luft gesprengt werden, verbrennen und ertrinken. Abgehackte Gliedmaßen, Verstümmelungen sind zu sehen, genauso wie das “Hinrichten”, mit Benzin übergiessen und Verbrennen eines Opfers. Hat da jemand bei der FSK gepennt? Ich als bekennender “Killerspielspieler” … was ein Unwort… hätte da eher auf eine FSK 16, eventuell hin zur 18, tendiert. Tja, wir wissen ja selbst, das in diesem Land derzeit mit zweierlei Maß gemessen wird.



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