check: company of heroes (pc)

Company of Heroes Momentan bin ich wieder total dem Strategie-Genre verfallen. Nach Paraworld habe ich mir Company of Heroes , kurz CoH, im einem naheliegenden Konsumtempel organisiert. Die Vorschusslorbeeren aus der Fachpresse waren ja immens: satte 90% Durschnittswertung (Quelle: Wazap.de). Ohne Vorweg greifen zu wollen - ich versuche es mal phonetisch zu beschreiben - CoH ist BOOOAAH! und RESPEKT! aber auch WTF!!!!!! und OCH NÖÖÖÖ!. Alles in allem ist das Baby von Relic Entertainment aber mal positiv “anders”.

Ok. Ok. Wieder mal ein WW2 Spiel… da habe ich auch schon einige durch. Über Core-Sachen wie Close Combat (1-5), Strategic Command (1-2) oder mehr die Hauruck Strategie wie Sudden Strike 1-2, S² Silent Storm oder die Blitzkrieg Serie. Von dem ganzen 3D-Shooter-Gemöbel wie Medal of Honor (Teil 1-XYZ), RtCW, ET, Call of Duty 1-2, etc. mal abgesehen… nach dem man Omaha Beach zum X-ten mal mit rotem Pixelbrei angestrichen hat fühlt man sich da schon wie zuhause. Bunker hier, Stacheldraht da, Berge mit Blei vollgepumpter GIs dort, da fackelt ein Landungsboot, da rattern die M42’s und die 88er beharkt schön die Strandkörbe. Hört sich (fast) idyllisch an…

Gut. Zurück zu CoH. Im Singleplayer-Modus geht es wieder um die Invasion, bzw. Landung in der Normandie. Wie eben schon erwähnt, geht es über das Gemetzel am Omaha Beach, die Stadt Carentan oder St. Lois an diverse “bekannte” Kriegsschauplätze der Geschichte, die sich weitestgehend auf Frankreich beschränken. Es heißt also nicht: Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!. Die einzelne(!) Kampagne an sich ist mit 15 Missionen “gut” ausgestattet - für geübte Spieler auf Schwierigkeitsstufe “Normal” doch relativ schnell durchgezockt. Generell etwas wenig Futter für den versierten Kommandeur. Negativ stößt mir ebenfalls auf: Die Kampagne ist aus Sicht der Allierten Landungstruppen (im wesentlichen Amerikaner) zu spielen. Die deutschen Einheiten stehen lediglich im Multiplayer, bzw. im Skirmish - Modus (Gefecht) zu Verfügung. Mehr als 2 Fraktionen gibt es nicht. Schade. Es liegt die Vermutung nahe, das THQ die teuer in einem CoH Add-On nachliefern wird… wobei wir beim Preis wären. Ich hab mir die DVD Version in dieser Alu-Box geleistet, die komischerweise beim ProMarkt genau so teuer ist wie die PC CD-ROM Version in der Plastikverpackung - stolze 49,99 EUR. Jaaaaa… gibt es bei Amazon gute 10 Tacken günstiger… war ein spontaner “Lustkauf”.

Technik: Doch das Stück Software ist sein Geld, bis auf oben erwähnten Umfang, wert. CoH verwendet Relics neu entwickelte “Essence Engine” - kann man das essen? - und die bekannte Havoc (Physik-)Engine. Sprich Ihr könnt die Botanik nach Belieben zerlegen, mit der Artillerie schöne Kraterteppische entwerfen oder Infanterie unter Schutt begraben. Das fördert den Wiederspielwert - keine Schlacht ist wie die andere.

Story: Die irgendwie bekannte Story ist zwar etwas müde, wird aber mit den Zwischensequenzen etwas aufgepeppt. Im Prinzip haben die Helden nur andere Namen und man hat das Gefühl, dass die Aufgaben schon irgendwo in anderen WW2 Spielen erledigt wurden.

Gameplay / Steuerung: Die markigen Sprüche des Publishers kann ich nicht ganz nachvollziehen.

 

Die ausgefeilte KI der Einheiten erzeugt ein neues Niveau von Realismus und Eigenständigkeit der Charaktere. Die Soldaten werden regelrecht lebendig, interagieren mit der Umgebung und führen komplexe Taktiken aus.
Quelle: THQ

 

Naja. Da ist der Wunsch Vater des Gedanken. Generell baut die KI nur schneller die dicken Einheiten mit der sie einem etwas härtere Nüsse zum Knacken gibt. Von lebendig wirkendenden Einheiten die mit der Umgebung interagieren und komplexe Taktiken ausführen habe ich nichts gesehen… es sei denn THQ meint damit: KI baut möglichst viele 88er und beharkt Spieler mit Artillerie. Eventuell ist aber auch die Dickköpfigkeit der kleinen Pixel-Soldaten und der Fahrzeuge gemeint. Die führen nämlich manchmal wirklich ein dämliches Eigenleben.

Wirklich interessant ist das “Siegmarken und Nachschub” Konzept, wobei das in einem gröberen Raster schon bei Sudden Strike anno 2000 im Multiplayer Modus zu sehen war. Bei CoH gibt es verschiedene Produktionsgebäude in denen vom einfachen Infanterietrupp über Spezialeinheiten (Sniper, etc.) bis hin zum M4A1 Sherman II oder Tiger I allerlei Kriegsgerät gebaut werden kann. Allerdings schickt man für die notwendigen Ressourcen keine Holzfäller oder Beerensammler los, sondern muss Territorien einnehmen, bzw. erobern auf denen sich Munitions- und Kraftstoffdepots befinden. Mehr Bodengewinn gleich mehr “Arbeitskraft”, die in Verbindung mit Munition und Sprit schnelleren Nachschub garantiert. Das verspricht permanente Action um Boden und Ressourcen. In Verbindung mit den Siegmarken ist an jeder Frontlinie der Teufel los und man schmeißt immer wieder Verstärkungen an die Front. Im Multiplayer mit bis zu acht Spielern ein Spielspaß-Garant mit Langzeitmotivation. *Daumen hoch*

Ich könnte jetzt noch Stunden über CoH referieren… kurz: Wer Echtzeitstrategie gepaart mit cooler Action und diversen taktischen Finessen liebt, dem WW2 Setup was abgewinnen kann und gerade Langeweile hat = > Kaufen! ;)

Kommentare

2 Kommentare zu “check: company of heroes (pc)”

  1. 1
    urks.de // reloaded » hessen wieder vorne mit dabei… meint:

    [...] urks spielt aktuell - wenn es die Zeit erlaubt - BIA:EIB (5% durch); Dawn of War - Dark Crusade (Tutorial) und Company of Heroes (100% durch). [...]

  2. 2
    urks.de // reloaded » haben will… meint:

    [...] Mich würde einmal interessieren wie sich ein Company of Heroes, Paraworld, Command and Conquer 3 oder andere Strategiespiele mit so einem Multitouchscreen spielen lässt… [...]

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